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Was geschieht auf einer archäologische Grabung?

Durch das gezielte Ergraben von durch den Menschen geschaffenen Schichten und deren akribische Dokumentation werden Rückschlüsse über das einstige Leben auf der Burg und über ihre Zerstörung gewonnen. Vor einer archäologischen Grabung muss immer das Ausmaß und die Sinnhaftigkeit des Bodeneingriffs geplant werden, da durch das Ausgraben alle Befunde und Schichten zerstört werden.

Know-How

Fotodokumentation

Die Archäologie arbeitet heutzutage mit dem System der Schichtengrabung (Harris-System), jede erkennbare Schicht im Boden bekommt eine eindeutige Nummer, auch freigelegte Mauern bekommen so eine Nummer, es werden immer ganze Schichten abgetragen und laufend dokumentiert.

Dokumentation ist die wichtigste und arbeitsintensivste Aufgabe eines Archäologen. Jede neu freigelegte Schicht (Stratigrafie) muss detailliert Fotografiert, mit einem Vermessungsgerät (Tachymeter bzw. Totalstation) genau vermessen, beschrieben und interpretiert werden. Nur so können grundlegende Erkenntnisse über Funde (Keramik, Knochen, Glas), Gruben und Mauer erarbeitet werden.

Dokumentation ist alles - ohne Dokumentation ist alles nichts
(Werner Meyer, Basel)

Dokumentation

Funddokumentation

Werden wichtige Funde gemacht, müssen diese auch in Fundlage (in situ) Fotografiert und die Position genau vermessen werden, damit der Fund darauf in den Grabungsplänen eingetragen werden kann. Genau zu wissen, was, in welcher Schicht und wo genau etwas im Boden gelegen hat ist sehr wichtig um später wichtige Erkenntnisse zu bekommen (Fundzusammenhang).

Fundzusammenhang

Harris Matrix

Würde man alle Scherben und Knochen wild aus der Erde graben, hätte man außer einem Haufen Artefakte nichts gewonnen. Durch das strukturierte Vorgehen der Archäologie kann man so einen großen Informationsgehalt aus dem Ausgegrabenen gewinnen, welcher, Dokumentiert, auch später anderen Forschern bis ins Detail zur Verfügung steht.

Letzte Änderung am 13. Dezember 2016